Koi sind wie alle Karpfen relativ robuste Fische, die selbst unter ungünstigen Bedingungen überleben können. Allerdings werden sie, je weiter sich die Bedingungen vom Optimum entfernen, anfälliger für Krankheiten. 

Nachfolgend listen wir die elf wichtigsten Punkte auf, die Koi-Haltung unkompliziert macht. Die Empfehlungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und sind immer abhängig von den Gegebenheiten vor Ort, denn kein Teich ist wie der andere.

  1. WASSERVOLUMEN
    Sorgen Sie für ausreichend Wasservolumen (empfohlene Mindestgröße: 15 qbm). Pro Koi sollten mindestens 1 qbm Wasser im Teich zur Verfügung stehen. Denn vergessen Sie nicht, auch kleine Koi können über die Jahre stattliche Maße erlangen.
  2. TEICHTIEFE
    Eine Mindestteichtiefe von 1,50 m ist wünschenswert, damit sich die Koi im Winter auf den Grund zurückziehen können, wo es bei passender Durchströmung des Teiches normalerweise etwas wärmer ist.
  3. FILTERANLAGE
    Sorgen Sie für eine Filteranlage, die den Anforderungen des Teichvolumens und der Menge an Koi gewachsen ist. Dabei spielt es keine Rolle, welche Art von Filter Sie einsetzen. Klassische Mehrkammerfilter erfüllen bei ausreichender Dimensionierung genauso ihren Zweck wie moderne Trommel- oder Bandfilter. Die Wahl des Filtertyps ist abhängig von den örtlichen Gegebenheiten als auch vom persönlichen Budget.
  4. MEHANISCHE UND BIOLOGISCHE REINIGUNG
    Eine Filteranlage wird immer unterteilt in zwei Hauptbereiche. Die mechanische Filterung holt den Großteil der sichtbaren Verschmutzungen wie z.B. Laub, abgestorbene Pflanzenreste, Futterreste als auch Fischkot heraus. Die biologische Filterung »entgiftet« mithilfe von Bakterienstämmen das Teichwasser.
  5. FILTERREINIGUNG
    Sorgen Sie dafür, dass Ihr Filter regelmäßig gereinigt bzw. überprüft wird. Vermeiden Sie aber unbedingt, den Biofilter mit z.B. einem Dampfstrahler zu reinigen. Sie würden Ihre wertvolle Bakterienkultur zerstören.
  6. BELÜFTUNG
    Sorgen Sie für ausreichende Belüftung des Teichwassers, besonders des nachts. Auch der Biofilter sollte belüftet werden, denn die »guten« Bakterien benötigen Sauerstoff.
  7. UMWÄLZRATE
    Achten Sie darauf, dass das komplette Teichvolumen alle zwei bis drei Stunden umgewälzt wird. Das bedeutet, Sie müssen die Leistung der Pumpe, die Durchflussgeschwindigkeit im Filter als auch die Rohrdurchmesser beachten und aufeinander abstimmen. Hier sollte man sich unbedingt von Fachhandel beraten lassen.
  8. WASSERTEST
    Überprüfen Sie regelmäßig (1 x wöchentlich, immer zur gleichen Tageszeit) die wichtigsten Wasserwerte wie z.B. den pH-Wert. Der Handel hält geeignete Testsets vor.
  9. FÜTTERUNG
    Überfüttern Sie Ihre Koi nicht. Füttern Sie immer nur kleine Mengen über den Tag verteilt. Achten Sie auch auf die Zusammensetzung des Futters. Hochwertige Futter sind heute zwar äußerst ausgewogen, doch der Koi benötigt je nach Jahreszeit unterschiedliche Inhaltsstoffe bzw. Zusammensetzungen.
  10. FRISCHWASSER
    Führen Sie einmal in der Woche Frischwasser zu. Optimal wären 1/3 des Teichvolumens. Bei Nutzung von Grund- oder Brunnenwasser sollten vorher die Wasserwerte bestimmt werden, um sicherzustellen, dass dieses Wasser den Ansprüchen der Koi gerecht wird.
  11. KOI-GESUNDHEIT
    Beobachten Sie Auffälligkeiten bei Ihren Koi wie z.B. heftiges Atmen, Scheuern, Absondern von der Gruppe oder apathisches Verhalten, kontaktieren Sie umgehend einen Tierarzt, der sich mit Koi auskennt.

Wenn Sie all diese Punkte beherzigen, werden Sie viel Freude an Ihren Koi haben. Wir wiederholen es gerne, Koi sind äußerst robuste Tiere. Man muss nur dafür sorgen, dass ihr Lebensraum artgerecht ist. 

Weiterführende Fachliteratur, Gespräche mit erfahrenen Koi-Haltern als auch der Fachhandel können wertvolles Wissen vermitteln.